„Es war eine traumhafte Atmosphäre! Fans und Spieler verdienen ein großes Dankeschön“

„Es war eine traumhafte Atmosphäre! Fans und Spieler verdienen ein großes Dankeschön“

15.8.2017 | Clemens Geisser

Liberec – Die Begegnung am Sonntag gegen Sparta Prag nahm einen dramatischen Verlauf. Slovan erkämpfte sich letztendlich mit neun Spielern einen Punkt, nicht zuletzt dank der großartigen Fans. „Es war ein Riesenzusammenhalt zwischen Fans und Mannschaft, und gemeinsam kämpften wir gegen die Wettquoten“, so Trainer Trpišovský.

Nach dem Spiel gegen Sparta sind in den Medien scharfe Reaktionen der Sparta-Seite zu Ihrem Kommentar über Ben Haims Provokationen aufgetaucht. Was erwidern Sie darauf?

Eigentlich nichts mehr. Der Fokus sollte auf dem liegen, was auf dem Spielfeld geschehen ist. Dass Sparta Vorbehalte gegenüber meiner Bewertung zum Verhalten eines ihrer Spieler hat, akzeptiere und respektiere ich voll und ganz.

Wie fällt Ihr Fazit zur Begegnung aus, nachdem Sie eine Nacht darüber geschlafen haben?

Ich bin begeistert. Es war eine großartige und fantastische Kulisse. Nach etwa fünf Jahren in Liberec war jetzt ein Ligaspiel ausverkauft und die Fans erzeugten eine tolle Atmosphäre. Ich bin auch sehr froh, dass wir es mit neun Spielen geschafft haben, ein Unentschieden zu holen. Wir haben mehr als eine halbe Stunde mit zwei Spielern weniger gespielt als normal und es trotzdem geschafft, ein Tor zu erzielen. Die Spieler verdienen für ihre Leistung höchste Anerkennung.

War das am Sonntag die beste Atmosphäre, die Sie bisher im U Nisy miterlebt haben?

Dieses Spiel und das Heimspiel gegen Marseille waren eindeutig die Besten, die ich miterlebt habe. Ich möchte mich unbedingt bei unseren Fans bedanken. Sie haben eine wirklich großartige Atmosphäre erzeugt. Die Tatsache, dass wir zu Neunt gespielt haben, wurde dadurch vergessen gemacht, weil sie uns auf unglaubliche Art und Weise nach vorne gepeitscht haben. Auch die Gästefans waren immer wieder mit lauten Sparta-Sprechchören zu hören. Für die Maßstäbe der tschechischen Liga war es eine beispiellose Atmosphäre.

Sie glauben also, dass die Fans einen großen Anteil am Spielausgang hatten?

Auf jeden Fall. Ich habe mich nach dem Spiel mit den Spielern darüber unterhalten. Die Atmosphäre ist von den Rängen auf’s Spielfeld übergeschwappt und gemeinsam haben wir das eigentlich Unmögliche geschafft. Es hat den Spielern unglaublich geholfen, wie sie bei jeder Offensiv- und Defensivaktion unterstützt wurden. Der Zusammenhalt zwischen Fans und Spielern war einfach unglaublich. Ich habe den Spielern vor dem Spiel gesagt, dass ausverkauftes Haus sein und dass die Leute kommen würden, um uns zu sehen und dass wir ihnen zeigen müssten, was wir auf dem Platz anbieten können.

Es schien so, als ob Sparta überrascht davon gewesen wäre, wie eine Mannschaft, mit nur noch neun Spielern auf dem Platz, ins Pressing gehen kann. Stimmen Sie zu?

Natürlich überrascht einen das, wenn man gegen eine Mannschaft mit zwei Mann weniger spielt, die trotzdem unaufhörlich vorne draufgeht und dem Gegner keinen ruhigen Spielaufbau ermöglicht. Das war für mich der Schlüssel zu diesem Punktgewinn. Wir haben frei aufgespielt und nicht darauf gewartet, was Sparta macht. Auch zu Neunt haben es die Jungs geschafft, das Spielgeschehen vom eigenen Tor fernzuhalten. 

Mit den Herausstellungen von Ondøej Kúdela und Milan Kerbr verlor Slovan zwei seiner erfahrensten Spieler und auf dem Platz verblieb ein sehr junges Team. Hatten Sie keine Sorgen wie die Spieler mit der Situation umgehen würden?

Das ist genau das, was mir durch den Kopf ging, zwei unserer erfahrensten Spieler mussten vom Platz. Übrig blieben der neunzehnjährige Graiciar und U-23-Spieler wie Ondøej Karafiát, Ondøej Koláø, Petr Ševèík und alle anderen. Umso glücklicher war ich darüber, wie sie das taktisch gut gemacht haben. Wir spielten im Grunde genommen ein 3-3-2, das wir in der Praxis noch nie trainiert haben. Auch bei den Standardsituationen hatten wir plötzlich zwei Mann weniger. Doch auch diese junge Mannschaft war in der Lage auf dem Feld auf diese Situation zu reagieren. Aber, ich wiederhole mich gern, ohne eine solche Unterstützung der Fans, wäre es viel schwieriger gewesen. 

Glauben Sie, dass solche Begegnungen für die nächsten Spiele beflügeln können?

Ich hoffe, dass es uns einen positiven Kick geben wird. Wir haben das jüngste Team der Liga, sodass wir mit Leistungsschwankungen rechnen müssen. Man muss sich nur den Vergleich zwischen dem Olmütz-Spiel und jetzt gegen Sparta vor Augen halten. Wir haben bisher nur zu Hause gepunktet. Das hat ganz klar auch etwas mit dem Kopf zu tun. Wir arbeiten mit dem Team daran. Ein ähnliches Ergebnis gegen Mladá Boleslav könnte uns einen Schub geben. Auf dem Spielfeld haben wir gesehen, dass es nur vom Kopf und von uns selbst abhängt. Jetzt müssen wir schauen, wie wir die Verluste von Milan Kerbr und Ondrej Kudela kompensieren. Ich glaube aber schon, dass wir den Einsatz und den Siegeswillen in die nächsten Spiele mitnehmen können.

 

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