Milan Kerbr im Interview: "Als linker Verteidiger komme ich viel besser zurecht!"

Milan Kerbr im Interview: ”Als linker Verteidiger komme ich viel besser zurecht!”

16.10.2017 | Vincent Heidisch

Nach seinem grandiosen Spiel haben wir uns mit Milan Kerbr unterhalten, der erstmals als linker Verteidiger auflief und damit völlig zufrieden ist.

Das Ergebnis ist eindeutig. Wie siehst du den Spielverlauf?
Ich denke, wir waren in der ersten Halbzeit die eindeutig bessere Mannschaft. Nach dem 1:0 hatten wir noch weitere Möglichkeiten die Führung auszubauen, jedoch ohne Erfolg. In der zweiten Hälfte agierte Dukla zwar aggressiver und erarbeiteten sich zwei Torchancen, aber es gelang ihnen nicht, den Anschlusstreffer zu erzielen. Wir hingegen bauten unseren Vorsprung auf 2:0 aus. Glücklicherweise änderte sich die letzten 30 Minuten nichts am Spielverlauf, sodass wir weiterhin die dominierende Mannschaft waren und letztendlich noch auf drei Tore erhöhten. 
 
Du hast zwei Tore geschossen und eins vorbereitet, warst also an allen Toren beteiligt. Wie siehst du deine Leistung? Ist es dein bestes Spiel gewesen?
Es war eine sehr gute Teamleistung. Allein auf dem Feld gegen 11 hätte ich keine zwei Tore geschossen. Bei meinen Treffern hatte ich allerdings auch etwas Glück. Zuerst der Foulelfmeter und dann eine gute Flanke, bei der sich der Torhüter verschätzt. Aber so ist Fußball, unsere Tore beruhen auf Fehler anderer. Im Großen und Ganzen bin ich mit meiner Leistung zufrieden. Nach oben gibt es aber keine Grenzen!
 
Wolltest du den Strafstoß schießen?
Es gibt drei Spieler die in Frage kommen, aber ich war mir zu diesem Zeitpunkt so sicher und hatte so viel Selbstvertrauen, dass ich schießen wollte. Und dann nahm ich einfach Anlauf und der Ball landete im Netz.
 
Wie hast du die Situation vor deinem zweiten Tor eingeschätzt?
Roman Potoèný schlug eine gute Flanke in Richtung Fünfmeterraum, ich gewann das Kopfballduell gegen den Verteidiger und verwandelte zum 3:0. Ich gestehe, dass ich nur wenig Sicht auf das umliegende Spielfeld hatte und eher aus Instinkt hoch sprang, aber es hat funktioniert.
 
Hattest du die Flanke auf Graiciar geplant oder sollte sie jemand anderen erreichen? 
Ich habe gesehen, dass auf Höhe des ersten Pfostens viele Spieler waren, also suchte ich nach Platz. Graici stand etwas weiter hinten und konnte die Eingabe daher gut verwerten, auch wenn etwas Glück dabei war. 
 
Trainer Trpišovský setzt dich als linken Verteidiger ein. Bist du mit dieser Änderung einverstanden?
Ich habe mein ganzes Leben lang als linker Mittelfeldspieler gespielt, bis zum heutigen Zeitpunkt. Zu meinem Positionswechsel kann ich nur eins sagen: Bravo! Ich komme viel besser zurecht. Das Spielfeld ist vor und nicht hinter mir, so kann ich Situationen viel besser einschätzen und effektiver agieren. 
 
Gegen Dukla konntet ihr den zweiten Heimsieg der Saison einfahren ...
Wir haben eine gute, aber ausbaufähige Heimbilanz. Das Spiel gegen Plzeò war hoffentlich nur ein Ausrutscher. Das Gefühl bei Heimspiele kann man nicht beschreiben. Hunderte Fans stehen hinter dir und geben einem Kraft zu kämpfen und zu siegen. Besonders emotional wird es nach einem Tor. So viele Jubelschreie! Gegen Dukla bekam ich drei mal Gänsehaut. 
 
Der heutige Sieg war überzeugend. Bedeutet dies, dass die optimale Zusammensetzung der Startelf gefunden wurde? 
Nicht ganz! Es ist fast nicht möglich jede Woche die Gleichen spielen zu lassen, denn jeder Spieler hat im Training gute und schlechte Tage. Die Entscheidung des Trainers wird jede Woche neu getroffen. Vor einem halben Jahr haben wir auch großartigen Fussball gespielt. Es braucht Zeit, bis man sich in Sachen Startelf festlegen kann.
 

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