2:2 gegen Karabach - ein wertvoller Punkt oder zwei unnötig verlorene Punkte?

2:2 gegen Karabach - ein wertvoller Punkt oder zwei unnötig verlorene Punkte?
15.9.2016 | Tomáš Nácovský

In Baku fand unser erstes Duell in der Gruppenphase der Europa-League statt. Als Gegner stellte sich der aserbaidschanische Meister Karabach FK vor.

Gruppe, Donnerstag 15.9.2016, 17:00, Baku
Qarabağ Qarabağ
2:2
(1:1)
LiberecLiberec
Qarabağ: Šehić – Medveděv, Junuszade, R. Sadygov (C), Agolli (86. Madatov) – Míchel, Garajev (76. Ismajilov), Almeida – Quintana, Ndlovu (66. Muarem), Reynaldo.
Liberec: Dúbravka – Coufal, Hovorka, Latka, Bartošák – Folprecht, Breite – Bartl (65. Karafiát), Sýkora (86. Nitrianský), Vůch – Baroš (C) (75. Súkenník).
Tore: 7. Míchel, 90.+5. Sadygov - 1. Sýkora, 69. Baroš.
Schiedsrichter: Klossner - Wicht, Zeder (alle aus der Schweiz)

Bericht

Den Spielanfang könnte man als unglaublich bewerten. Obwohl nicht Slovan, sondern der Gegner nach dem Anpfiff anspielte, eroberte Milan Baroš augenblicklich den Ball für uns und Jan Sýkora schoss nach 10,57 Sekunden das schnellste Tor in der Geschichte der Europa-League! Den bisherigen Rekord hielt der Spanier Vitolo aus Sevilla mit einem um cca 3 Sekunden später erzielten Tor. Gleich nach dem ersten zu sehenden Eckstoß glich allerdings Míchel aus – 1:1.

Im Rest der ersten Hälfte war zuerst ein beidseits aktiver Zeitabschnitt ohne wirkliche Torgelegenheiten zu sehen und danach ein gewisser Druck des Gegners mit ein paar Chancen, welche vom großen Verteidiger Latka (unserem heutigen Ersatz für den verletzten Kapitän Pokorný) und später vom Torwart Dúbravka entschärft wurden.

Der Druck der Heimmanschaft setzte sich anfangs der zweiten Hälfe fort und Dúbravka musste noch zweimal zaubern, insbesondere beim späteren Moment, wann Reynaldo ganz allein vor ihm erschien. Die Liberecer Offensive gab über sich in der 62. Minute wieder Bescheid, durch eine Doppelchance von Baroš und Coufal. Unsere angehobene Aktivität lohnte sich definitiv nach 68 gespielten Minuten – der Versuch von Egon Vůch wurde vom Torwart nur abgestoßen und Milan Baroš traf einfach das leere Tor aus der Nähe.

Der Gegner wurde, wegen sich nähernden Spielendes, nervös und es sah so aus, dass Slovan alle drei Punkte nach Hause mitbringt. In der letzten Minute kam allerdings ein plötzlicher Schlag und Rashad Sadygov verwertete einen abgestoßenen Ball durch seinen heftigen, nicht zu fangenden Schuss – 2:2.

 

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