FC Slovan Liberec | Von Slovan ins EM-Viertelfinale - Die Leistung "unserer Jungs" gegen die Niederlande
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28.06.2021

Von Slovan ins EM-Viertelfinale - Die Leistung "unserer Jungs" gegen die Niederlande

Clemens Geisser
B u d a p e s t / L i b e r e c - Die tschechische Nationalmannschaft hat bei der Europameisterschaft ein dickes Ausrufezeichen gesetzt und die hoch favorisierten Niederlande im Achtelfinale mit einem 2:0 aus dem Turnier geworfen. Auf dem Feld standen auch reichlich Akteure, die bereits das Slovan-Trikot trugen. Hier dazu eine kurze Übersicht.

Vladimir Coufal: Trug für ganze sechs Jahre unser Trikot, bevor es ihn über die Zwischenstation Slavia Prag in die englische Premier League zu West Ham United zog, wo er sich sofort einen Stammplatz erarbeitete.

War gegen die Niederlande, wie in allen vorherigen Spielen auch, in der Startelf als Rechtsverteidiger aufgeboten. Sorgte in der anfänglichen Druckphase von Oranje durch gutes Zweikampfverhalten für Stabilität, wurde gegen Mitte der ersten Halbzeit allerdings etwas fehlerhaft. Scheiterte Mitte der zweiten Halbzeit mit einem Freistoß in die Mauer und musste den darauffolgenden Konter mit einem taktischen Foul unterbinden, wofür er folgerichtig Gelb sah. Gegen Ende der Partie wieder gewohnt stark, half er den Vorsprung über die Zeit zu bringen.

Tomáš Souèek: War 2016/17 für die Rückrunde von Slavia an Liberec ausgeliehen. Spielt seit nunmehr eineinhalb Jahren ebenfalls bei West Ham United in der Premier League, wo er zu einem der torgefährlichsten Mittelfeldspieler der gesamten Liga avancierte. Hatte großen Anteil an einer möglichen Champions League-Teilnahme der Londoner, die sich letztlich jedoch nicht erfüllte.

Souèek ist als Antreiber und Stabilisator aus der tschechischen Nationalmannschaft nicht wegzudenken. Mit seinem beherzten und couragierten Auftritt gegen die Niederlande war er einer der Garanten für den Überraschungscoup im Achtelfinale.

Petr Ševèík: Spielte von 2016 bis zur Winterpause 18/19 für den FC Slovan. Seine atemberaubende Entwicklung als Spielgestalter im zentralen offensiven Mittelfeld entging dereinst auch Slavia Prag nicht, das sich den Blondschopf angelten. International auf sich aufmerksam machte Ševèik mit zwei fulminanten Fernschusstreffern an der Stamford Bridge, die die Niederlage in einem spektakulären Viertelfinale gegen den FC Chelsea aber nicht verhindern konnten. In der tschechischen Hauptstadt kam Ševèík in der letzten Saison nicht so zur Geltung und sammelte nur 15 Ligaeinsätze.

Kam gegen England zur Halbzeit in die Partie und spielte nun gegen die Niederlande erstmals von Anfang an. Seine fehlende Spielpraxis war ihm noch etwas anzumerken. Er steigerte sich im Laufe der Partie jedoch zusehends bevor er in der 85. Minute ausgewechselt wurde.

Michal Sadílek: Die Leihe von der PSV Eindhoven zum FC Slovan hat sich für den kleinen kampfstarken Wirbelwind voll ausgezahlt. Noch ist unklar, wo er in der kommenden Saison spielen wird. In einer starken Saison bei uns war er einer der Leistungsträger im Mittelfeld und sorgte trotz der qualitativ hochwertigen Abgänge im letzten Sommer dafür, dass Liberec eine erfolgreiche Saison spielte, auch wenn nichts Zählbares für den Verein dabei heraussprang. Persönlich aber durchaus, denn Sadílek spielte sich ins Blickfeld der Nationalmannschaft, für die er im vorletzten Vorbereitungsspiel gegen Italien mit einem Kurzeinsatz debütierte und nun zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz kam.

In der letzten Minute eingewechselt, half er den Vorsprung über die sechsminütige Nachspielzeit zu bringen. Gleichzeitig war sein Einsatz in einem solch glorreichen Spiel für die Nationalmannschaft auch ein symbolischer Lohn für seine harte Arbeit im letzten Jahr. Hoffen wir, dass sich die Erfolgsgeschichte im nun folgenden Viertelfinale gegen Dänemark um wenigstens ein Kapitel erweitern lässt.


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