FC Slovan Liberec | Spielbericht: Olomouc - Liberec 1:2
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18.06.2020

Auf ins Finale: Slovan siegt auswärts bei Sigma Olomouc durch Traumtor von Alibekov

Richard Walde
O l o m o u c / L i b e r e c – Nach einer starken ersten Halbzeit und Glück in der Schlussphase sichert sich der FC Slovan Liberec den Einzug ins Finale des Tschechischen Pokals. Durch einen 2:1-Auswärtssieg in Olomouc können sich unsere Jungs auf das Finale zuhause am 1. Juli gegen Sparta Praha freuen.
Halbfinale, Mittwoch 17.6.2020, 17:15, Andruv stadion
Olomouc Olomouc
1:2
(0:2)
LiberecLiberec
Olomouc: Mandous - Sladký (46. Zahradníček), Beneš, Jemelka, Vepřek (83. Greššák) - González (78. Yunis), Houska, Breite, Chytil, Falta (65. Hála) - Juliš
Liberec: Knobloch - Koscelník, Kačaraba, Karafiát, Mikula - Alibekov, Hromada (58. Kuchta) - Zeman (58. Malinský), Mara, Pešek (90. Michal) - Baluta (82. Rondič)
Tore: 54. Juliš - 29. Pešek, 45+1. Alibekov. 
Schiedsrichter: Orel - Blažej, Hock. 
GK: 44. Houska, 90+1. Beneš - 62. Mara, 69. Kuchta, 74. Baluta, 85, Knobloch
RK: 73. Kuchta
Publikum: 1807

Report

Vor dem Spiel waren die Rollen klar verteilt – Slovan ging als Favorit ins Spiel, doch für Sigma stand das Spiel des Jahres an. Überraschend war jedoch die Aufstellung des Team von Pavel Hoftych. Mit Baluta als einzigen Stürmer und drei weiteren Angreifern auf der Bank ging es um Punkt 17.15 Uhr im Andruv stadion ins Halbfinale des diesjährigen Pokals. Auf der Gegenseite stand Radím Breite auf dem Rasen, der erst vor Kurzem von Slovan zu Sigma wechselte.

Eine erste Riesenchance gab es in der 25. Minute. Baluta sprintete auf der linken Seite allen davon und gab den Ball flach in die Mitte. Dort fehlten dem schnellen Pešek nur wenige Zentimeter, doch so rauschte der Ball ohne Berührung durch den 16er. Nur vier Minuten später stand Pešek dafür goldrichtig. Eine Traumflanke von Koscelník landete genau vor dem Angriffszwerg, der den Ball ohne Gegenwehr einköpfen konnte. Mandous im Tor war zwar noch dran, konnte den Gegentreffer aber nicht verhindern.

Auch Olomouc fing nun an zu leben, zuvor waren die elf Spieler nur Zuschauer einer großartigen Leistung der Neißestädter. In der 31. Minute gab es einen ersten Schussversuch, der aber am Kasten von Knobloch vorbeikullerte. Kurz vor der Pause wurde es dafür auf der anderen Seite spannend. Ein vielversprechender Freistoß aus 20 Metern stand an. Alibekov und Mara machten sich bereit und der ukrainische Innenverteidiger zauberte den Ball á la Messi genau in den Winkel. Diesmal konnte der Torwart nur zuschauen. Traumtor in der 45+1. Minute!

Nach der Pause sollte es so weitergehen, aber Sigma machte von nun an viel mehr. Kurz nach Wiederbeginn prüfte der quirrlige Pešek zwar erneut den Torwart von Olomouc, dann belohnte sich Olomouc aber selbst. Juliš konnte den Ball nach einer Flanke von rechts unbedrängt ins Tor köpfen konnte. Knobloch ohne Abwehrchance.

Somit starteten rund 40 Minuten Abwehrschlacht an, bei der sich Knobloch mehrfach auszeichnen konnte. Gelegentliche Entlasstungsangriffe konnten zu Beginn nicht genutzt werden. Nachdem es eine Gelbe Karte für Mara nach einer vermeintlichen Schwalbe gab, rollte in der 73. Minute der gefühlt hundertste Konter. Diesmal schoss der erst kurz zuvor eingewechselte Kuchta den Ball zwar ins Tor, aber die offensichtlich eingesetzte „Hand Gottes“ war für den Schiedsrichter klar erkennbar. Nachdem er bereits Gelb gesehen hatte, durfte sich das Stürmertalent nach 14 gespielten Minuten zum Duschen verabschieden. Dennoch muss die feinfühlige Flanke mit dem Außenrist des kleinen Kraftpakets Baluta festgehalten werden, der auch als Vorbereiter ständig für Gefahr sorgte.

Die mitgereisten Slovan-Anhänger begannen langsam die Minuten zu zählen und es gab sie noch – die Riesenchance zum Ausgleich. In der 88. Minute stand Torschütze Juliš frei vor Knobloch und hämmerte den Ball auf die Tribüne. Wenn er den macht, hat Sigma den psychischen Vorteile für die Verlängerung.

90+3. Minute: Wieder eine Flanke, ein Kopfball und erneut Knobloch, der den Ball mit einer Fürsorglichkeit festhält, als wäre es ein kleines Kind. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Torwart es war, der nach genau 95:02 Minuten die letzte Ballberührung verzeichnete.


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