FC Slovan Liberec | Spielbericht: Liberec - Ostrava 0:0
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15.06.2020

Chancenwucher im U Nisy - Slovan verschenkt Heimsieg

Clemens Geißer
L i b e r e c - Zum Ende der Hauptrunde empfing Slovan den mährischen Traditionsverein Baník Ostrava. Ohne langes Abtasten entwickelte sich sofort eine schwungvolle Partie. Doch am Ende wurde nichts aus dem verdienten Heimsieg.
30. Spieltag, Sonntag 14.6.2020, 17:00, U Nisy
Liberec Liberec
0:0
OstravaOstrava
Liberec: Nguyen – Mikula (C), Koscelník, Kacharaba, Mara, Mikula – Alibekov, Hromada – Malinský, Baluta, Pešek (86. Zeman) – Kuchta (77. Rondiæ)
Ostrava: Laštùvka – Fillo (33. Svozil), Stronati, Pokorný, Holzer – Kaloè, Hrubý (C) (88. Drozd) – Buchta (61. Reiter - 88. Baroš), Kuzmanoviè, Potoèný – Šašinka (61. Lalkoviè)
Schiedsrichter: Zelenka – Hájek, Horák
GK: 39. Mara, 41. Šašinka, 44. Malinský
Publikum: 350

Report

Slovan zeigte sich druckvoll und spielfreudig mit einer ersten gefährlichen Eingabe des quirligen Malinský. In der 4. Minute steckte er schön durch auf Pešek, der allein auf Keeper Laštùvka zulief und versuchte rechts vorbeizugehen, doch im Abschluss an ihm scheiterte. Die frühe Riesenchance zur Führung.

Nach 12 Minuten war es erneut Pešek, der seinen Gegner schwindelig spielte. Als Baluta aus 16 Metern abzog, hatten die 350 zugelassenen Zuschauer bereits den Torschrei auf den Lippen, doch der Ball strich knapp rechts vorbei. Zwei Minuten später zeigte sich Ostrau erstmals gefährlich vor dem Tor, aus aussichtsreicher Position wurde der Ball aber kläglich verstolpert. Anschließend verflachte das Spiel ein wenig, bevor Slovan erneut die Zügel anzog.

Nach Zuckerpass von Mara versuchte es der bärenstarke Malinský aus ganz spitzem Winkel, wieder behielt Laštùvka die Nerven und parierte stark. In der 36. Minute ließ Koscelnik im Strafraum abtropfen für Baluta. Der Schuss des Rumänen ging Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Kurz vor der Pause durfte sich auch noch Slovan-Torwart Nguyen auszeichnen, als er im Nachschuss an einen Freistoß abtauchte und einen Flachschuss entschärfte. Zur Pause hätte Slovan schon lange führen müssen und auch danach setzte sich der Chancenwucher fort.

In der 50. Minute war Innenverteidiger Kacharaba mit nach vorne gegangen. Unter Bedrängnis brachte der Ukrainer keinen Druck hinter den Ball, welcher zur sicheren Beute für Laštùvka wurde. In der 53. ließ Baluta wie so oft seine fußballerische Klasse aufblitzen. Mit einem wunderschönen Außenristschnittstellenpass schickte der begnadete Edeltechnicker Malinský auf die Reise, der sich im Vollsprint gegen den Verteidiger durchsetzte, im Abschluss aber zu lässig agierte.

Nur eine Minute später versuchte es Malinský erneut. Sein Schuss aus 18 Metern hatte Traumtorpotential, doch wieder machte Banik-Keeper Laštùvka ihm mit einer Glanzparade samt Flugeinlage einen Strich durch die Rechnung. Nun zogen Rauchschwaden durchs U Nisy aus Richtung des Gästeblocks, doch dieser war verwaist. Nach ersten Erkenntnissen hatte ein Kleingärtner aus der benachbarten Gartensparte seinen Laubhaufen angezündet. Ob dies etwas mit dem Spielverlauf zu tun hatte, ist nicht überliefert.

Bei Kapitän Mikula zeigte es die gewünschte Wirkung. Er schaltete sich nun selbst mit nach vorne ein. Aus dem Strafraumgewühl knallte er den Ball an die Latte. Auch Mittelstürmer Kuchta wollte den Sieg unbedingt. Mit Einmannamokpressing zwang er die Ostrauer Hintermannschaft zum Fehler, der entscheidend sein hätte können, doch die anschließende Eingabe von Pešek geriet zu nah ans Tor und somit in den Wirkungsbereich von Laštùvka, der seine völlig enttäuschende Mannschaft wiederum vor dem Rückstand bewahrte.

In der letzten Viertelstunde machte sich der hohe Aufwand bei Slovan bemerkbar und wirklich zwingendes kam nicht mehr rum. Applaus brandete noch einmal bei der Einwechslung von Milan Baroš auf. Mehr als zwei Minuten gönnte ihm der Trainer aber nicht, um sich im gesetzten Fußballeralter ein vielleicht letztes Mal an alter Wirkungsstätte zu zeigen. Auch Roman Potocný zeigte, dass er im Herzen Liberecer geblieben ist - er blieb über das komplette Spiel unsichtbar.

Wohl selten hat eine Mannschaft unverdienter einen Punkt gewonnen als Baník an diesem sommerlichen Sonntagspätnachmittag. Trotz zweier verschenkter Punkte aufgrund mangelhafter Chancenverwertung ist Slovan gewappnet für das Pokalhalbfinale am Mittwoch in Olmütz und die darauffolgende Meisterrunde.


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