FC Slovan Liberec | Spielbericht: Sparta - Liberec 1:1
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23.12.2020

Letzter Kraftakt vor der Winterpause - Umkämpftes Spiel bei Sparta endet 1:1

Clemens Geißer
P r a h a / L i b e r e c - Am 14. und zugleich letzten Spieltag dieses bemerkenswerten Jahres 2020 kam der FC Slovan bei Sparta Praha zu einem Punktgewinn. Die Prager verursachten dabei den lustigsten Elfmeter der Ligageschichte.
14. Spieltag, Dienstag 22.12.2020, 17:00, Stadion Letná
Sparta Sparta
1:1
(0:1)
LiberecLiberec
Sparta: Nita - Sáček, Čelůstka (7. Polidar), Hancko, Hanousek - Souček, Pavelka - Vindheim (67. Karlsson), Dočkal (C), Plavšić - Juliš
Liberec: Nguyen - Koscelník, Jugas, Kačaraba, Mikula (C) - Sadílek, Mara - Pešek, Matoušek (37. Beran - 82. Rondić), Mosquera - Jusúf Hilál (54. Rabušic)
Tore: 48. Juliš - 33. Mara (Elfm.)
GK: 39. Juliš, 62. Dočkal, 72. Souček, 75. Pavelka - 4. Jusúf Hilál, 27. Kačaraba, 57. Sadílek, 57. Trainer Hoftych
Schiedsrichter: E. Marek - J. Moláček, J. Hrabovský | VAR: A. Denev

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Das Spiel begann sofort mit einem Kuriosum, denn schon nach einer halben Minute grätschte Sparta-Innenverteidiger Hancko seinen Mitspieler (!) Čelůstka im eigenen Strafraum um. Čelůstka versuchte zwar noch weiter zu machen, musste aber in der 7. Minute verletzt ausgewechselt werden.

Nach zuvor noch zögerlichen Annäherungsversuchen beider Mannschaften hatte Slovan in der 19. Minute die erste Großchance des Spiels, als Yusuf in seinem 50. Ligaspiel dem für Čelůstka eingewechselten Polidar den Ball am Strafraum abnahm. Mara schloss aber zu überhastet ab und jagte den Ball aus aussichtsreicher Position über den Querbalken.

In der 25. Minute stand Schiedsrichter Marek erstmals im Mittelpunkt. Kačaraba war Hancko leicht gegen die Hacke getreten. Dem Unparteiischen reichte dies für den Elfmeterpfiff. Slovan-Keeper Nguyen parierte den Strafstoß stark und verhinderte den Rückstand.

Im direkten Gegenzug schloss Pešek wuchtig ab und dem Sparta-Keeper Nita prallte der Ball ins Gesicht ab, woraufhin er schmerzverzerrt am Boden liegen blieb. Den Ball klammerte er aber noch fest. Sein Mitspieler Sáček kam ihm zur Hilfe und drehte den Torwart auf den Rücken, um nach dem Rechten zu sehen, wobei er dabei den Ball in die Hand nahm als das Spiel noch nicht unterbrochen war. Dem Schiedsrichter genügte das, um erneut auf den Punkt zu zeigen. Mit diesem Pfiff führte der Schiedsrichter selbst den so oft von den Spielern eingeforderten Fair-Play-Gedanken ad absurdum. Kamso Mara wars egal, er verwandelte stramm und besorgte die nicht unverdiente, wenn auch unter diesen Umständen geschenkte Führung.

Den Ausgleich erzielte der Führende der Torjägerliste Juliš in der 48. Minute. Eine zu kurze Kopfballabwehr von Kačaraba köpfte er an dem durch den 5-Meter-Raum irrenden Nguyen und zwei Verteidigern vorbei ins Tor.

Slovan bestätigte die insgesamt gute bis sehr gute Hinrunde und hätte in Folge durchaus den Siegtreffer erzielen können, doch leider wurden beim Torabschluss zu oft die falschen Entscheidungen getroffen, so dass es beim 1:1 blieb.

Durch die Siege von Baník, Pardubice und Slovacko rutschte unsere Mannschaft zwar noch ein paar Plätze nach unten, hielt jedoch Tuchfühlung zum begehrten 4. Tabellenplatz.

Sparta hingegen konnte nun schon das dritte der letzten vier Heimspiele nicht gewinnen und verliert den Anschluss an den noch immer ungeschlagenen Spitzenreiter Slavia.

Die Mannschaften gehen nun in die kurze Winterpause, in der vor allem das Geschehen auf dem Transfermarkt für die Slovan-Anhänger von Interesse sein wird. Am 16.01.21 steht dann das nächste Ligaspiel im heimischen U Nisy gegen die Bohemians aus Prag auf dem Plan.


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